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Aktuelle Ausgabe




Die Globalisierung, da kann man nichts machen... Pech, die Konjunktur lahmt eben... Die Märkte verändern sich, so ist das nun mal... Order von oben, tut mir leid, schulterzuck...

Oh, Mann! Wir können diese Phrasen kaum schreiben, ohne dass unser Puls zu rasen beginnt! Natürlich sind wir in unserem Umfeld nicht völlig frei von Marktbedingungen, Mitarbeiteransprüchen und Investoren. Aber wer mit dem Finger nur auf ungünstige Bedingungen zeigt, sucht fast immer eine Ausrede.

Chancen! Es gibt sie immer. IMMER. Unsere Mission: Andere Menschen mit dieser Denke anzustecken. Und davon handelt dieser Beratungsletter. Es geht um vermeintliche "Low-Interest-Produkte" wie Feuerlöscher, clevere neue Ideen für den hart umkämpften Navigationsgerätemarkt und coole Ideen fürs Kaugummikauen. Alle Beispiele, die wir Ihnen heute vorstellen, zeigen: Es gibt keine stagnierenden Branchen, nur stagnierende Manager.

In diesem Sinne


Alles, außer gewöhnliche Grüße
Anja Förster & Peter Kreuz






Mix It – beruht auf der Idee, Leistungsangebote auf völlig neue Art zu kombinieren. Und es gilt: je ungewöhnlicher die Kombinationen, desto einzigartiger das Ergebnis! (mehr).

Merian Scout Navigator – Die Eierlegende Wollmilchsau

Sommerzeit. Reisezeit. Und dazu gehört auch der vertraute Anblick von Touristen, die mit dem unvermeintlichen Reiseführer in der Hand durch unsere Heimatstadt Heidelberg wandeln.

Sind diese Reiseführer innovativ? Nicht wirklich! Bedruckte Seiten, voll gestopft mit Tipps für die besten Restaurants, Hotels und die Top-10 Sehenswürdigkeiten. Egal von welchem Verlag.

Nun stellen Sie sich vor, Sie sind Hersteller von Navigationsgeräten. Eine junge dynamische Branche, ein wachsender Markt - aber auch ein harter Preiswettbewerb der Anbieter.

Da kann man nichts machen? Falsch! Merian zeigt, wie es geht und mixt Reiseführer, Audio-Guide und Navigationssystem zu einer cleveren Lösung: Dem Merian Scout Navigator, einem elektronischen Reisebegleiter.




Der Merian Scout Navigator ist:

Ein Reiseführer mit über 30.000 redaktionell aufbereiteten Text- und Bildinformationen zu Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants und Freizeitmöglichkeiten in Deutschland. Hinzu kommen 1,5 Millionen Ziele in Europa. Ob Kirchen und Klöster, Seen und Strände, Factory Outlets oder UNESCO Kulturstätten, nichts entgeht einem mehr.

PLUS

Ein Audio Guide mit Hörstücken, die informativ und unterhaltsam mittels Musik und Soundeffekten touristische Sehenswürdigkeiten beschreiben. Über 850 Audiobeiträge zu touristischen Highlights in Deutschland sowie 100 kurze literarische Zeitreisen quer durch Deutschland sind bereits vorinstalliert.

PLUS

Ein Navigationsgerät, das Sie nicht nur sicher zum Ziel bringt, sondern auch Informationen für unterwegs bietet. Befindet sich auf der Route eine Attraktion, meldet sich das Gerät automatisch.



"Erster Reiseführer der Welt mit 1001 Geschichten entlang der Autobahn."


Querdenk-Chance

Den guten, alten Reiseführer kann man nicht neu erfinden? Ach ja? Mitnichten! Uns gefällt dieses Beispiel deshalb gut, weil Merian auf clevere Art und Weise zeigt, wie bereits bestehende Produkte durch ihre geschickte Kombination zu einer innovativen Lösung zusammengefügt werden. Auch passt das Gerät ideal zur Kernkompetenz des Verlags.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Welche neuen, wertschaffenden Leistungsangebote können Sie durch eine geschickte Kombination bestehender Produkte oder Dienstleistungen entstehen lassen?


Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage Merian
>Direkt zum Merian Scout Navigator
>Der Merian Scout Navigator zum Reinhören, als Diashow und 3-D-Animation
>Mehr Beispiele zu Mix-It
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING





Ideen der Wettbewerber kopieren - das kann jeder. Clevere Querdenker blicken über die konventionellen Grenzen des Wettbewerbs hinaus und suchen ganz gezielt in vollkommen fremden Branchen nach cleveren Ideen (mehr).

Ein Hightech-Pflaster mit HP-Druckertechnologie

Alles begann mit der richtigen Frage: Welche andere Branche könnte eigentlich von dem Drucker-Know-how, das wir bei Hewlett Packard haben, profitieren? Ausgehend von dieser Fragestellung machten sich die Entwickler von HP auf die Suche und landeten in der Medizintechnik – einem absoluten Wachstumsmarkt. Und das ging so:

Ausgangssituation: Medizinische Wirkstoffe werden hauptsächlich mit einer Spritze injiziert oder per Tablette eingenommen. Spritzen können sehr schmerzhaft sein, und die Wirkung von Tabletten kann durch die Magensäuren um bis zu 95% reduziert werden.





Der 360-Grad-Blick: Bei den Tintenstrahldruckern von Hewlett-Packard kommt die Tinte durch thermischen Druck aufs Papier: Ein Tintentropfen wird in einer Kammer erhitzt. Dadurch dehnt sich die Tinte aus und entweicht durch eine feine Düse auf das Papier.
Diese Technologie, die bei Tintenstrahldruckern bereits ausgereift ist, könnte in der Medizintechnik einen Quantensprung bedeuten. Denn die Thermo-Düsen von HP könnten Injektionsspritzen und Tabletten überflüssig machen!

Die Lösung: Ein Hightech-Pflaster, das Wirkstoffe mit superfeinen Nadeln unter die Haut spritzt. Einen Prototypen hat HP bereits entwickelt. Das Pflaster hat einen Mikrochip, der mehr als 14.000 Mikronadeln pro Quadratzentimeter steuert.

Nicht nur einer, sondern mehrere Wirkstoffe können so unabhängig voneinander abgegeben werden. Zeitpunkt und Dosierung sind individuell programmierbar. Die Nadeln sind zudem so dünn und kurz, dass man sie nicht spürt. Sie ragen nur knapp bis unter die oberste Hautschicht, nicht aber an die Schmerzrezeptoren.



Da HP ein IT-Unternehmen ist und medizintechnische Produkte weder herstellen kann noch will, wurden entsprechende Lizenzen an die auf Diabetes spezialisierte irische Medizintechnik-Firma Crospon verkauft. In zwei bis vier Jahren sollen die Hightech-Pflaster weltweit verfügbar sein.

Querdenk-Chance

Der Druckermarkt ist gesättigt? Da kann man nur mit niedrigen Preisen punkten? Solche oder ähnliche Aussagen hören wir immer wieder. Unsere Antwort: Vergessen Sie’s.

Der Wettbewerb über den niedrigsten Preis ist ein Offenbarungseid. Er spielt in den Unternehmen eine prominente Rolle, die Mut, Kreativität und Vorstellungskraft nur noch vom Hörensagen kennen - und es stattdessen zu wahrer Meisterschaft in der Disziplin des Preiskürzens gebracht haben.

Der 360-Grad-Blick ist eine geniale und auch einfache Möglichkeit zur Schaffung neuer Märkte. Die Kernfrage lautet: "Welche andere Branche könnte von unserem Know-how, unserer Kernkompetenz profitieren?"
Findet man eine gute Antwort auf diese Frage, kann man entweder diesen Markt selbst erobern oder man sucht sich einen Partner, wie HP es gemacht hat.

Quellen und weiterführende Informationen

>"Skin patch uses inkjet technology to deliver drugs", Press Release, 2008
>About HP Intellectual Property Licensing
>Homepage HP
>Homepage Crospon
>Mehr Beispiele zum 360-Grad-Blick
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING






Design-Matters: Unternehmen wie Apple, Sony oder BMW haben es längst erkannt: Design ist nicht der letzte Arbeitsschritt, der sich auf das Verschönern von Produkten beschränkt, sondern ein fundamentales Wertversprechen. Deshalb ist es höchste Zeit, darüber nachzudenken, wie Design zum zentralen Bestandteil dessen werden kann, was ein Unternehmen tut und wofür es steht (mehr).

FireInvent – Oh wie schön kann Brandschutz sein!


Feuer- oder Rauchmelder sind zwar sinnvoll und notwenig, aber zumindest im Konsumentengeschäft absolute Low-Interest-Produkte. Das merkt man am Preis: In jedem Elektromarkt, Warenhaus und Baumarkt liegen sie rum: Rauchmelder ab 3,99 Euro, Feuerlöscher ab 29,90 Euro – Billigware.




Warum hat sich noch niemand über das ästhetische Empfinden der Kunden Gedanken gemacht? Warum sind die meisten dieser Produkte so hässlich, dass wir sie am liebsten ganz hinten im Besenschrank verstecken würden?

Genau diese Fragen stellten sich die beiden Schweden Michael Olsson und Rickard Grönstedt. Der ehemalige Industriedesigner und der Ex-Feuerwehrmann brachten mit ihrer Firma FireInvent Brandschutz und Design zusammen. Aus tristen Sicherheits-Produkten machen sie Designobjekte, die sie clever in Rundum-Sorglos-Paketen anbieten.




Die Safety Boxen gibt es in abweichenden Ausstattungs- und Designvarianten für unterschiedliche Lebens- und Gefahrenbereiche: Auto, Boot, Haus, Kinderzimmer.

Je nach Variante enthält eine Safety Box Feuerlöscher, Rauchmelder, Feuerdecke, Wasser- oder Gasalarm, Taschenlampe oder auch Erste-Hilfe-Set. Das kompakte Sicherheitspaket erleichtert die Kaufentscheidung – trotz Preisen von 100 Euro und mehr.

Der Inhalt sieht gut aus und ist praktisch: Der Snapalarm, in fast jeder Safety Box dabei, hat optische Sensoren und lässt sich ans Lampenkabel klemmen. Lästiges Bohren von Halterungen in Wänden oder Zimmerdecken entfällt. Dafür gab’s sogar den renommierten Red Dot Design Award.




Querdenk-Chance


Wer die eigenen Produkte und Services am Portfolio der Konkurrenz ausrichtet, hat ein dickes Problem. Etwas ähnliches zu machen bedeutet: Sie sind jederzeit austauschbar.

Austauschbare Produkte (oder Individuen) existieren nur dann, wenn Sie ehrfurchtsvoll bestehende Branchen- und Unternehmenskonventionen akzeptieren. Michael Olsson und Rickard Grönstedt haben das nicht getan – und sind vor allem deshalb erfolgreich!


Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage FireInvent
>Direkt zum Snapalarm und zum Red Dot Design Award
>Mehr Beispiele zu Design Matters
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING





Statt das Alte immer weiter zu perfektionieren, verfolgen Business-Querdenker einen anderen Weg: Sie hinterfragen ungeschriebene Branchengesetze und brechen aus alten Mustern aus. Das Ergebnis: Die Erschließung neuer Wettbewerbs-Spielräume und ein Entkommen aus dem Preis-Wettbewerb (mehr).

Kaugummi – Der Trägerstoff, aus dem die Träume sind

Das waren noch Zeiten, als Kaugummikauen für Lässigkeit stand. Immer eine Hand in der Hosentasche, cool sein und die Kiefer malmen unermüdlich. Kaugummi kauen war ein Art Rebellion – wenn auch eine klebrig-sanfte.

Irgendwann war der Markt aber satt und die Anbieter mussten feststellen, dass ihre Kernkompetenz – eine Masse herzustellen, auf der man rumkauen kann – kaum noch was zählt. Die Marktführer änderten ihre Strategie und damit auch das Produkt radikal: Kaugummis werden heute als Trägerstoff für ganz neue Anwendungen verwendet. Ein paar Beispiele:




Orbit Balance Papaya-Aloe Vera. Wellness zum Kauen. Denn wo Aloe Vera draufsteht, kann doch nichts Schlechtes drin sein, oder? Die Werbung verspricht, dass Orbit dabei helfen soll, die Stresssituationen des täglichen Lebens gelassen zu nehmen…



Jolt Caffeine Energy Gum. Die Tasse Kaffee zum Kauen. Der Hersteller GumRunners wurde im Jahr 2002 von zwei ehemaligen Colgate-Palmolive Managern gegründet und vertreibt auch den gleichnamigen Energy Drink Jolt Cola.



Nutra-Trim Weight Management Gum. Kaugummi zum Abnehmen. Die Wunderpillen mit Spearmint oder Fruchtgeschmack sollen vor den Mahlzeiten angewendet werden. Eine Studie an der Universität Liverpool will herausgefunden haben, dass dadurch Kalorien und Hungergefühl signifikant reduziert werden. Eine zuckerfreie Kombination mit grünem Tee Extrakt, L-Carnitine, Chromium Picolinat und Guarana soll’s richten. Und Diättipps gibt es auf der Homepage.




Nicorette. Nikotinhaltiger Kaugummi. Gilt als Klassiker unter den Kaugummis, die als Träger für Wirkstoffe verwendet werden. Soll helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Ob es tatsächlich hilft, keine Ahnung. Wir sind überzeugte Nichtraucher. Die Geschmacksrichtungen klingen übrigens gar nicht nach Kippe: Freshmint, Freshfruit, Mint und Classic.

Querdenk-Chance

Um in einer Überflussgesellschaft überleben zu können, brauchen wir mehr Innovation. Für Kaugummihersteller bedeutet das: weg von der austauschbaren Gummimasse - hin zur Trägermasse für Nahrungsergänzungsmittel.

Das Versprechen: Der Anwender wird gesünder, schlanker, schöner oder wacher. Ganz nebenbei wird damit auch noch eine neue Zielgruppe erobert: Der Anteil regelmäßiger Kaugummikauer erhöhte sich in der Altersgruppe von 30 bis 49 Jahren auf 44 Prozent.

Haben Sie schon einmal überlegt, was IHR Produkt und IHRE Dienstleistung eigentlich noch alles können? Wenn Kaugummis schon gesund, schlank und schön machen, sollte eigentlich fast alles möglich sein – oder?


Quellen und weiterführende Informationen

>"Gum wars get popping", Business 2.0 Magazine
>Homepage Orbit Balance von Wrigley’s
>Homepage Trident von Cadbury
>Homepage Jolt Gum und Nutra-Trim von GumRunners
>Homepage Nicorette
>Homepage Kaugummi-Verband e.V.
>Mehr Beispiele zu Produkt-DNA
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING








UroClub – Das besondere Handicap auf dem Golfplatz

Aufgepasst, liebe Golfer mit schwacher Blase: Mit diesem Schläger wird Ihnen geholfen. Der UroClub ist innen hohl, so dass man, wenn’s auf freier Bahn mal ganz dringend wird und kein stilles Örtchen in Sicht ist, die Notdurft dezent in den Stil entledigen und dann zuschrauben kann.

Dazu gibt es einen Lendenschurz, der vor neugierigen Blicken schützt. Absolut wasserdichtes und rostfreies Material, verspricht der Anbieter. Die Länge des UroClub entspricht einem 7er-Eisen. Fassungsvermögen: mehr als ein halber Liter.

Und wenn ausnahmsweise mal kein Golfplatz in Sicht ist, kann der UroClub auch im Stau, in der U-Bahn oder beim Shopping für Erleichterung sorgen ;-)











Die Business-Querdenker und Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast
 


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Redaktion: Anja Förster, Simone Holstein, Moritz Jäger, Peter Kreuz

 

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